Corona, Gedanken über das Jetzt und die Zukunft

Die Corona-Pandemie hat uns, die Menschheit fest im Griff. Und die meisten von uns sind überrascht, erschrocken und vielleicht verängstigt. Für viele scheint es unfassbar, dass wir, fast wehrlos, von einem mikroskopisch kleinen Lebewesen angegriffen und unser Leben aus nahezu allen gewohnten Bahnen geworfen wird.

Ich lebe bereits seit 72 Jahren und genauso wie für die meisten noch lebenden Menschen, gilt auch für mich: So etwas habe ich noch nie erlebt!

Wir, in Deutschland, können nun feststellen, dass wir in einem wunderbaren Land leben durften und noch leben dürfen. Unsere Wissenschaftler, das medizinische Personal – und Equipment sowie die verantwortlichen Politiker und Beamten leisten großartige Arbeit. Wir sehen großen Fleiß, gepaart mit verantwortungsvoller Entschlossenheit und extrem mutigen Entscheidungen. Nichts ist mehr zu sehen von Lobbyismus, parteipolitischen Spielchen oder profitgeilen Karrieristen. – Die Welt bewundert unser Land, das Gesundheitssystem und unsere Entscheidungsträger und das tue ich auch!

Das Große liegt im Kleinen

Genauso wie die für die Gesellschaft verantwortlichen Personen, müssen wir in den Familien, in unseren Wohn-und Lebensgemeinschaften, nun dafür sorgen, dass dieser Kampf gegen das Virus gewonnen wird. Bleiben wir zu Hause, solange wie nötig. Auch wenn es uns schwer fällt, wir retten damit Leben!

Doch nicht nur das Jetzt erscheint mir wichtig, sondern auch der Blick in die Zukunft sollte bereits ins Auge gefasst werden.

Der Verlust von Menschenleben ist und bleibt zu betrauern, doch wir haben auch die Pflicht, den Kindern von Heute eine glückliche Zukunft zu bereiten. Wir, die Erwachsenen, hatten in Deutschland bereits viele glückliche Jahrzehnte.

Nach „Corona“ wird es zunächst eine Welle wirtschaftlicher Probleme geben. Zigtausend Existenzen werden zerstört sein, viele geliebte Menschen werden nicht mehr unter uns sein und Väter wie Mütter müssen nach neuen Arbeitsplätzen suchen. Hier wird die Solidarität aller Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Kirchen und Politiker gefragt sein. – Und diese Solidarität wird vorhanden sein, denn es liegt in der Natur des Menschen, dass die größte Not das Beste in uns hervorruft.

Bewundernswerte Landesregierungen

So wie in anderen Bundesländern, wurde auch in NRW ein Soforthilfe-Programm für kleine und mittlere Betriebe aufgelegt. Und auch dazu muss ich sagen: So etwas habe ich noch nie erlebt!

Ohne den von uns allen verhassten Bürokratismus, wurde das Programm super schnell beschlossen, wurden ganz einfach auszufüllende Anträge zur Verfügung gestellt und dann kam, für Deutschland Unglaubliches, die Bewilligungen und Auszahlungen erfolgten rasend schnell. Chapeau, an Herrn Laschek und alle Beteiligten!

Bitte weiter so!

Es dürfte wohl bekannt sein, das dieses Soforthilfe-Programm keine Eintagsfliege sein darf. Mit diesem Hilfsprogramm kommen die meisten Kleinunternehmer bestenfalls einen Monat über die Runden. Diese Hilfen werden zuerst für die Lohnzahlungen an Mitarbeiter und die wichtigsten Fixkosten verwendet. Damit konnten erste Kündigungen verhindert werden und sowohl die Arbeitsagentur wie auch die übrigen Sozialkassen vor einer extremen Belastung bewahrt werden.

In der Gewissheit, dass wir in vier Wochen noch keine florierende Wirtschaft haben können, werden unsere Entscheidungsträger wohl hoffentlich weitere Hilfsprogramme beschließen und die Kleinbetriebe, Künstler, Mittelständler und Freiberufler vor einer Insolvenzwelle bewahren. Gelder für diese Soforthilfen sind besser angelegt als die Zahlung von Arbeitslosengeld und Sozialhilfen.

Alles Gute

In diesem News-Beitrag habe ich die Kunst, bemalte Möbel und Unikat Möbel außen vor gelassen, weil mich aktuell doch Anderes bewegt. Ich konnte nicht alles abhandeln, was sich um uns herum und in uns abspielt, doch das was ist, musste ich mir einfach von der Seele schreiben.

Dir, liebe Leserin und lieber Leser wünsche ich, bleibe gesund, bleibe zu Hause und voller Mut. Alles Gute!